Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich ziemlich bemerkenswert. Einen Babykeks, einen Quetschbeutel mit Fruchtpüree oder ein süßes Getränk geben wir oft ohne allzu große Zweifel. Die Verpackung sieht freundlich aus, das Produkt steht im Babyregal und andere Eltern geben es ebenfalls. Doch sobald es um ein Nahrungsergänzungsmittel für das eigene Kind geht, werden wir plötzlich deutlich kritischer. Braucht mein Kind das überhaupt? Ist es sicher? Und bekommt mein Kind dann nicht zu viel davon? Diese Fragen sind gut. Gerade bei Kindern möchte man wissen, was man gibt, warum man es gibt und wie viel man davon gibt. Aber vielleicht sollten wir denselben kritischen Blick auch auf Produkte richten, die inzwischen so normal geworden sind, dass wir kaum noch darüber nachdenken. Denn warum drehen wir ein Glas mit Magnesium dreimal um, um das Etikett zu studieren, während eine Packung Kinderkekse fast gedankenlos im Einkaufswagen landet?
Ein Nahrungsergänzungsmittel klingt aufregender, als es eigentlich ist
Das Wort Nahrungsergänzungsmittel klingt schnell so, als würde man dem Körper des eigenen Kindes etwas Besonderes hinzufügen. Doch ein Nahrungsergänzungsmittel ist im Grunde genau das, was das Wort sagt: eine Ergänzung zur Ernährung. Es kann zum Beispiel Vitamine oder Mineralstoffe enthalten, die auch ganz einfach in unserer täglichen Nahrung vorkommen. Mineralstoffe sind Nährstoffe, die der Körper für zahlreiche normale Prozesse benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Man muss sie also über Essen und Trinken aufnehmen. Das Voedingscentrum erklärt hier mehr über Mineralstoffe. Das bedeutet natürlich nicht, dass jedes Kind automatisch Nahrungsergänzungsmittel benötigt. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bleibt immer die Grundlage. Wenn sich dein Kind jedoch über längere Zeit sehr einseitig ernährt, kann es sinnvoll sein, bewusst darauf zu schauen, was tatsächlich aufgenommen wird. Nicht aus Angst vor einem Mangel und auch nicht, weil man jeden Bissen berechnen muss, sondern weil Nährstoffe irgendwoher kommen müssen. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann in bestimmten Situationen eine Ergänzung sein, ersetzt aber keine gesunde Ernährung. Und genau hier entsteht für viele Eltern ein bekanntes Spannungsfeld. Auf dem Papier klingt abwechslungsreiches Essen einfach, am Küchentisch kann die Realität jedoch ganz anders aussehen. Das sind die Anzeichen für zu wenig Magnesium
Abwechslungsreiches Essen klingt einfacher, als es manchmal ist
Vielleicht kommt dir das bekannt vor. Dein Kind hat vor ein paar Monaten noch begeistert Avocado, Brokkoli und Vollkornbrot gegessen und beschließt dann von einem Tag auf den anderen, dass alles Grüne verdächtig ist. Das Brot darf nur noch ohne Kruste sein, Gemüse wird sorgfältig vom Teller geschoben und am liebsten steht jeden Abend dasselbe Gericht auf dem Tisch. Das gehört zum Teil zum Aufwachsen und bedeutet keineswegs sofort, dass dein Kind einen Mangel hat. Gleichzeitig sind Vitamine und Mineralstoffe nicht ohne Grund Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung. Wenn bestimmte Lebensmittel dauerhaft kaum gegessen werden, kann die Aufnahme bestimmter Nährstoffe geringer ausfallen. Deshalb finden wir es bei Solva interessanter, nicht nur zu sagen, dass ein Kind gesund und abwechslungsreich essen sollte, sondern Eltern auch dabei zu helfen, zu verstehen, welche Nährstoffe wichtig sind, worin sie enthalten sind und was man tun kann, wenn abwechslungsreiches Essen in der eigenen Familie gerade nicht so selbstverständlich ist.
Magnesium ist dafür ein gutes Beispiel
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff. Das klingt vielleicht kompliziert, bedeutet aber einfach, dass der Körper Magnesium benötigt und es über die Ernährung aufnehmen muss. Magnesium kommt unter anderem in Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Milchprodukten vor. Eine abwechslungsreiche Ernährung kann also verschiedene Magnesiumquellen enthalten. Für Kinder ist Magnesium interessant, weil der Mineralstoff an mehreren normalen Körperprozessen beteiligt ist. Magnesium trägt zu einer normalen Funktion der Muskeln und des Nervensystems bei, unterstützt den Energiestoffwechsel und trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Außerdem trägt Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Es ist also kein Mineralstoff mit nur einer bestimmten Funktion, sondern ein Nährstoff, der an verschiedenen Stellen im Körper eingesetzt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass Magnesium plötzlich die Lösung ist, wenn dein Kind müde ist, schlecht schläft oder unruhig ist. Solche Beschwerden können viele Ursachen haben, und ein Nahrungsergänzungsmittel sollte nicht dazu verwendet werden, selbst einen Mangel oder ein gesundheitliches Problem festzustellen. Es zeigt vor allem, warum es wichtig ist, dass Magnesium Bestandteil der täglichen Ernährung eines Kindes ist. Möchtest du mehr über die Funktionen und Nahrungsquellen lesen?
Warum sollte man Magnesium ergänzen, wenn es auch in Lebensmitteln enthalten ist?
Das ist eine berechtigte Frage und genau die Art, wie wir bei Solva darüber denken möchten. Die Ernährung steht an erster Stelle. Ein Nahrungsergänzungsmittel muss kein Ersatz für einen Teller Gemüse, eine Scheibe Vollkornbrot oder andere gesunde Lebensmittel sein. Das Wort sagt es eigentlich schon: Man ergänzt. Wenn ein Kind abwechslungsreich isst, ist eine Ergänzung außerdem längst nicht immer notwendig. Doch der Alltag sieht nicht in jeder Familie gleich aus. Manche Kinder sind wählerische Esser, andere akzeptieren nur eine begrenzte Anzahl an Lebensmitteln, und es gibt Phasen, in denen abwechslungsreiches Essen einfach schwierig ist. In einer solchen Situation kann es sinnvoll sein, bewusster auf die Ernährung zu schauen und zu beurteilen, welche Nährstoffe dein Kind über die Nahrung aufnimmt. Bei Solva möchten wir Nahrungsergänzungsmittel deshalb nicht als etwas darstellen, das jedes Kind standardmäßig benötigt. Wir möchten vielmehr, dass du verstehst, was du gibst. Warum ist Magnesium in einem Produkt enthalten? Was bewirkt es im Körper? Wie viel benötigt ein Kind? Wie viel kommt bereits über die Ernährung und wann kann eine Ergänzung möglicherweise sinnvoll sein? Diese Fragen sind uns viel wichtiger, als einfach zu sagen, dass mehr Vitamine und Mineralstoffe immer besser seien. Das sind sie nämlich nicht. Auch bei Mineralstoffen ist eine angemessene Dosierung wichtig.
Vielleicht sollten wir Nahrungsergänzungsmittel nicht weniger kritisch betrachten
Vielleicht liegt darin letztlich der Kern. Wir müssen Nahrungsergänzungsmittel keineswegs weniger kritisch betrachten. Wir dürfen denselben kritischen Blick auch auf den Rest richten. Denn ein Keks ist nicht automatisch die bessere Wahl, nur weil er im Babyregal liegt. Ein süßes Getränk wird nicht nahrhafter, nur weil sich Obst und eine fröhliche Figur auf der Verpackung befinden. Und ein Magnesiumpräparat ist nicht automatisch beängstigend, nur weil auf dem Etikett eine Menge in Milligramm angegeben ist. Letztlich verdienen all diese Produkte dieselben Fragen: Was ist enthalten, warum gebe ich es, wie viel gebe ich davon und was trägt es zur übrigen Ernährung meines Kindes bei? Das bedeutet auch, dass wir Ernährung nicht in Schwarz und Weiß einteilen müssen. Dein Kind darf einfach einen Keks essen. Bei einem Geburtstag darf es Kuchen geben, und manchmal ist dieser unkomplizierte Snack genau das, was man braucht, wenn man nach einem langen Tag mit einem müden Kind unterwegs ist. Gesund zu erziehen bedeutet nicht, dass jeder Essensmoment perfekt sein muss.
Bei Solva möchten wir vor allem, dass du verstehst, was du gibst
Wir möchten weg von der Vorstellung, dass Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich kompliziert oder unnatürlich sind. Mineralstoffe wie Magnesium kommen ganz natürlich in Lebensmitteln vor, und der Körper benötigt sie, um normal zu funktionieren. Da der Körper Mineralstoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie letztlich über die Ernährung aufgenommen werden. Ein Nahrungsergänzungsmittel ändert an diesem Prinzip nichts. Es ist einfach eine andere Möglichkeit, einen Nährstoff ergänzend zu dem anzubieten, was bereits über die Ernährung aufgenommen wird. Damit geht jedoch Verantwortung einher. Gerade bei Kindern muss man das Alter, die Dosierung und die zusätzliche Nährstoffaufnahme berücksichtigen. Mehr ist nicht automatisch besser. Deshalb glauben wir bei Solva nicht an gedankenlose Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, sondern an bewusstes Ergänzen: Zuerst verstehen, was ein Nährstoff bewirkt, die Ernährung des Kindes betrachten und anschließend eine passende Entscheidung treffen. Vielleicht müssen wir also keine Angst vor dem Wort Nahrungsergänzungsmittel haben. Wir dürfen vor allem neugieriger darauf werden, was tatsächlich in allen Produkten steckt, die wir unseren Kindern geben. Dreh die Verpackung einmal um, ganz gleich, ob es sich um einen Babykeks oder Magnesium handelt, und frage dich: Was gebe ich meinem Kind eigentlich, warum gebe ich es ihm und was trägt es zusätzlich bei?
Genau dafür möchte Solva stehen. Nicht für perfektes Essen und auch nicht dafür, einfach möglichst viel zu ergänzen, sondern dafür, Eltern mit Wissen und Vertrauen dabei zu helfen, bewusstere Entscheidungen zu treffen.